Obstbaumschnitt: Wie’s sicher gelingt

veröffentlicht am 30/08/22 VonILESTO

kleiner Ast wird mit einer kleinen Gartenschere abgeschnitten

Der Sommer ist nahezu vorüber. Zum Ende der Saison stellt sich oft die Frage: Ist nun der Obstbaumschnitt fällig? Und vor allen Dingen: Wie mache ich ihn richtig? Normalerweise stutzt man die Obstbäume doch im Herbst oder Frühjahr, nicht wahr? Ja, tatsächlich! Das stimmt, außer du hast im Garten Bäume, die Früchte tragen – denn für Steinobst und Kernobst wird das Sommerende zum Schneiden empfohlen.
Aber was bringt das Stutzen eines Baumes eigentlich? Wie gelingt der Obstbaumschnitt am besten, und was benötigt man dafür?

Obstbaumschnitt: Wozu eigentlich?

Man könnte das Schneiden der Obstbäume mit einem Besuch beim Friseur vergleichen. Sind die alten, brüchigen Haarspitzen entfernt, können sie nicht mehr abbrechen. So ähnlich verhält es sich bei Obstbäumen. Zudem sind veraltete Triebe auch krankheitsanfälliger als junge. Die Krone der Bäume benötigt zudem auch jederzeit genügend Zugang zu Sonnenlicht und Luft.
Der perfekte Zeitpunkt zum Schneiden variiert von Baum zu Baum. Auf jeden Fall solltest du sie nicht zu früh schneiden, sondern erst, nachdem die Triebbildung beendet wurde. Gerade bei Obstbäumen kommt schnell die Sorge auf, eventuell potenzielle Früchte abzuschneiden – doch um das brauchst du dich eigentlich nicht zu sorgen: Durch den Rückschnitt einiger Triebe gedeiht das restliche Obst sogar besser. Es wird nicht nur größer, sondern auch aromatischer. Abgesehen davon ist es auch für den Baum die perfekte Gelegenheit, noch einmal ordentlich Sonne und Luft zu tanken, bevor die kargen Herbst- und Wintermonate beginnen.

Obstbaumschnitt: Welches Werkzeug benötige ich?

Das Schneiden der Bäume ist also ein Muss für jeden Baumliebhaber und jede Obstkuchenbäckerin. So einfach wie bei unserem Friseur ist es jedoch nicht – zumindest, wenn man das dafür benötigte Werkzeug betrachtet. Denn beim Obstbaumschnitt musst du darauf achten, den richtigen Ast mit der richtigen Schere zu schneiden. Der Grund dafür ist allerdings nicht, dass der Baum bestimmte Scheren bevorzugt, sondern, dass ansonsten eventuell Verletzungsgefahr für den Schneidenden oder die Schneidende besteht! Solltest du gerade erst mit dem Stutzen der Bäume beginnen, verzage nicht: Du musst dir nicht auf einmal ein ganzes Arsenal an Werkzeugen zulegen. Unser Tipp für Anfänger sind zwei Arten von Scheren: Eine kleine Bypass-Schere für die dünneren Äste und eine große Amboss-Schere für die dickeren Äste, die ein wenig mehr Kraft erfordern. Für den Profi ist das Repertoire noch sehr viel ausgeprägter.

Schubkarre mit Gartenwerkzeugen zum Obstbäume schneiden

Obstbaumschnitt: Tipps & Tricks

Der Obstbaumschnitt ist wichtig für die Erhaltung der Gesundheit des Baumes. Dementsprechend ist es nicht nötig, zaghaft beim Stutzen vorzugehen. Du kannst ohne schlechtes Gewissen ca. die Hälfte des Triebes zurückschneiden. Das hat zur Folge, dass es ein stärkeres Baumwachstum gibt – man nennt dies auch einen „Verjüngungsschnitt“. Den Schnitt setzt man immer über einem sogenannten Auge an, einer Blattknospe, und schneidet zum Schluss schräg nach unten. Dadurch kann das Wasser gut ablaufen und Pflanzkrankheiten werden weniger wahrscheinlich. Achtung: Nicht vergessen, dass durch das Schneiden beim Baum auch Wunden entstehen, die ebenfalls Pflege bedürfen. Bei dickeren Ästen solltest du unbedingt einen Abstand von mindestens 1 cm zum Stamm beachten, da ansonsten ein Pilzbefall für den Baum riskiert wird.

ILESTO Tipp: Die Wunden, die durch das Schneiden entstehen, verschließt du am besten mit einem Wundmittel. Dieses gibt es in jedem guten Baumarkt zu kaufen. Durch die Verwendung hilfst du dem Baum bei der Regeneration und verminderst die Gefahr von diversen Krankheiten.

Hände eines Mannes pflücken Beeren von einem Ast

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