Giftige Pflanzen: Vorsicht bei diesen Arten

veröffentlicht am 06/09/22 VonILESTO Marketing

Schwarze, giftige Beere an einem Strauch

In unserem Garten möchten wir uns entspannen und wohlfühlen. Viele Hobbygärtner tun dies mitunter, während sie der Gartenarbeit nachgehen. Weniger glücklich ist man, wenn man dabei auf giftige oder sogar sehr giftige Pflanzen stößt. Wusstest du, dass es hierzulande eine Menge an gefährliche Arten gibt? Viele davon werden aufgrund ihrer Schönheit als Zierpflanzen verwendet, was bei sachgemäßem Umgang auch keinerlei Problem darstellt. Haben jedoch Kinder oder Haustiere Zugang, ist Vorsicht geboten. Genau dasselbe trifft auch auf Erwachsene in der freien Natur zu: Wer die giftigen Pflanzen nicht erkennt, läuft Gefahr, sich zu verletzen. Darum haben wir einen Ratgeber geschrieben, mit dessen Hilfe du giftige Pflanzen leichter erkennen und korrekt mit ihnen umgehen kannst.

Giftige Pflanzen im Garten

Sie können ganz schön heimtückisch sein, – z. B., indem sie essbaren Pflanzen zum Verwechseln ähnlich sehen. Andere besiedeln den Garten als ungebetene Gäste, wie die hochgiftige Pflanze namens Riesenbärenklau.

Wie die meisten von uns vermutlich bereits einmal gehört haben, enthalten viele Pflanzen Giftstoffe nicht grundlos, sondern zu einem sinnvollen Zweck: nämlich, um Fressfeinde und Parasiten von sich abzuhalten. Erkennt man diese Pflanzen jedoch nicht und berührt sie mit der nackten Hand, z. B. bei der Gartenarbeit, kann dies bereits zu Haut- oder Schleimhautreizungen führen. Verzehren Kinder oder Haustiere ungenießbare Arten, ist sogar eine lebensbedrohliche Situation möglich. Dabei muss jedoch bedacht werden, dass es von der jeweiligen Sorte abhängt, welche Symptomatik auftritt und in welcher Intensität. Auf der anderen Seite reagiert auch jeder Mensch unterschiedlich auf ein und dasselbe Gift, wobei Kinder und Haustiere üblicherweise heftigere Symptome entwickeln.
In den Giften vieler Pflanzen lassen sich Alkaloide finden. Dies sind organische und stickstoffhaltige, natürlich vorkommende Substanzen. Fachkauderwelsch außen vorgelassen, kann man auch ganz einfach sagen, es handelt sich hierbei um ein Nervengift. Alkaloide führen meist zu einer erregenden und psychoaktiven Symptomatik. So weiß man vom Blauen Eisenhut (siehe Bild unter diesem Abschnitt), der Tollkirsche (siehe Beitragsbild) sowie dem Stechapfel, dass sie reich an Alkaloiden sind.

Blaue Pflanze mit dem Namen Blauen Eisenhut, deren Blüten von nah zu sehen sind

Diese Pflanzen im Garten sind giftig

Wir haben die folgende Liste mit wissenswerten Fakten zur Wirkung des Giftes ergänzt, um dich so gut wie möglich aufzuklären. Wir haben uns dabei jedoch auf die am häufigsten vorkommenden giftigen Pflanzen beschränkt. Eine genauere Liste inklusive Tipps bei Vergiftungserscheinungen findest du auf der Seite der Informationszentrale gegen Vergiftungen Bonn.

  • Efeu: Dank seinem Pflanzensaft, der Triterpensaponine und Falcarinol enthält, ist er giftig. Bei Berührung kann er Hautreizungen verursachen und bei empfindlichen Menschen sogar zur Bläschenbildung führen. Dicke Gartenhandschuhe als auch eine Atemmaske sind bei der Arbeit mit dieser Pflanze Pflicht!
  • Blauer Eisenhut: So hübsch er auch aussehen mag, so giftig ist er auch! Diese Pflanze solltest du niemals ohne Schutz berühren und am besten bei Kindern oder Haustieren gar nicht erst in deinem Garten anpflanzen.
  • Maiglöckchen: Besonders Kinder fühlen sich aufgrund ihres lieblichen Aussehens von ihr angezogen. Allerdings kann diese Pflanze durch alleinigen Hautkontakt unschöne Reizungen verursachen. Ein Verzehr kann Übelkeit, Durchfall und sogar Beklemmungen in der Brust bis hin zu Herzrhythmusstörungen hervorrufen! Mehr als zwei Blätter führen häufig bereits zu einer lebensbedrohlichen Situation.
  • Riesenbärenklau (siehe Bild unter diesem Abschnitt): eine Zierpflanze, die nur mit großer Vorsicht zu genießen ist. In seinem Pflanzengift kommen phototoxische Substanzen vor. Diese verursachen bei Berührung Bläschenbildung, Rötungen und im schlimmsten Fall Verbrennungen zweiten Grades. Die Entfernung dieser Pflanze darf nur in Schutzkleidung und mit geeigneten Handschuhen erfolgen!
  • Tollkirsche: Diese dunkelfarbige Beere sieht genießbaren Verwandten äußerst ähnlich, doch sie ist hochgiftig! Nach einem Verzehr von drei bis vier Beeren droht bei Kindern Koma mit Todesfolge. Also Finger weg von dieser Kirsche! Genau dasselbe gilt übrigens auch für die knallig roten Beeren der Eibe (siehe Bild am Ende des Beitrags) – diese Pflanze im Generellen am besten gar nicht anfassen.
  • Stechapfel: Sehr schön, äußerst giftig! Auch ihn solltest du weder berühren (zumindest nicht ohne Handschuhe) oder essen.
  • Blauregen: Ausweichen notwendig! Besonders die Samenhülsen stellen eine Gefahr dar. Sie zerplatzen mit einem Knall und schleudern die giftigen Samen von sich. Wenn Kinder oder Tiere auch nur zwei der Samen verschlucken, wird ein Arztbesuch bereits notwendig.
  • Herbstzeitlose: Besonders trügerisch ist diese Pflanze, da sie dem Bärlauch sehr ähnelt. Doch die Blüten und Blätter der Herbstzeitlosen enthalten das erbgutverändernde Gift Colchicin, das in weniger als einer Stunde zum Tod führen kann.
  • Engelstrompete: als Zierpflanze beliebt, doch in allen Teilen giftig. In ihr sind hohe Konzentrationen an Alkaloiden zu finden, wodurch der Verzehr lebensgefährlich sein kann. Schon der Duft löst bei bestimmen Menschen gelegentlich Vergiftungserscheinungen aus.
  • Christrose: Auch als Schneerose oder Weihnachtsrose bekannt, kommt man ihr besser nicht zu nahe. Sie hat einen ganzen Giftcocktail zu bieten, inklusive Helleborin im Wurzelstock. Mögliche Symptome einer Vergiftung sind Schwindel, Durchfall oder Kreislaufkollaps.
  • Goldregen: Er reichert seinen Samen mit Gift an. Lieber fernbleiben!

Giftige Pflanze namens Riesenbärenklau in einer Nahaufnahme

Giftige Pflanzen: Was tun bei Verdacht auf Vergiftung?

Grundsätzlich gilt: Sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen! Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Bewusstlosigkeit oder Krampfanfällen ist umgehend der Notarzt zu verständigen. Auch die Notrufnummer der Giftzentrale ist 24 Stunden besetzt.

Wichtig ist, nicht zu versuchen, erbrechen auszulösen! Erbrochenes kann in die Lunge gelangen und so starke Konsequenzen nach sich ziehen. Auch vermeintlich altbewährte Gegengifte wie Milch verschlimmern die Situation, da sie dem Darm lediglich helfen, das Gift noch besser aufzunehmen. Wenn nur eine kleine Menge Pflanzenteile oder Beeren gegessen wurden, den Mund mit Wasser ausspülen und kleine Schlucke Wasser nachtrinken. Medizinische Kohle bzw. Kohletabletten nur von ärztlichem Fachpersonal verabreichen lassen!

 

Giftige Pflanzen für Haustiere

Giftige Pflanzen für Hunde

Natürlich reagieren auch unsere Haustiere auf bestimmte Pflanzen mit Vergiftungserscheinungen. Besonders die kleinen Schnüffler nagen gerne an allem herum, das sie so finden – egal, ob im Haus oder Garten. Auf diese Weise erkunden Welpen die Welt. Unglücklicherweise macht sie das anfälliger für Begegnungen mit der falschen Pflanze.

Ein häufiges Zeichen dafür, dass dein Hund eine giftige Pflanze gefressen hat, ist vermehrter Speichelfluss. Durchfall, Erbrechen und Zittern sollten dir ebenfalls ein Warnhinweis sein. Dann nicht lange zögern und den Vierbeiner umgehend zu einem Tierarzt bringen.

Eine ausführliche Aufzählung giftiger Pflanzen für Hunde findest du hier.

ILESTO Tipp: Du hast deinen Garten für dich, deine Haustiere oder Kinder sicher gemacht? Dann steht fröhlichem Gärtnern nichts mehr im Weg! Im Anschluss kannst du deine Gartengeräte sicher im ILESTO Gartenhaus unterbringen! Neben giftigen Pflanzen können auch Regen, Schnee, Rost oder Wind unserem Gartenhaus nichts anhaben! 

Giftige Pflanzen für Katzen

Die lieben Stubentiger mögen Pflanzen sehr gerne – nicht nur reiben sie sich mit Freude an ihnen, sie knabbern auch daran. Giftige Pflanzen lauern für Katzen jedoch nicht nur im Garten, sondern auch im Haus. Den Instinkt, Grünzeug zu fressen, kann man ihnen aber entweder nicht so schnell abgewöhnen oder ist in manchen Fällen sogar unmöglich. Darum ist es nur schlau, die eigene Umgebung giftfrei zu halten.

Es gibt einige Symptome, die auf eine Vergiftung hinweisen können. Dazu zählen Durchfall und Erbrechen, Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen, Krämpfe, Zittern und starker Speichelfluss.

Hier findest du eine Liste mit Bildern von Pflanzen, die den Samtpfoten nicht gut bekommen.

Ein grüner Tannenzweig mit roten Beeren, die giftig sind und sich Eibe nennt

Der eigene Garten, die Kübelpflanzen am Balkon oder Terrasse sowie die Zimmerpflanzen, die den Innenbereich verschönern, sind eine Bereicherung für unser Leben. Darum hoffen wir, dass wir dir mit unserem Ratgeber helfen konnten, dein Lieblingshobby sicherer und damit schöner zu machen.

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