Obstbäume schneiden: So wird’s gemacht!

veröffentlicht am 17/09/21 VonILESTO

kleiner Ast wird mit einer kleinen Gartenschere abgeschnitten

Der Sommer ist nahezu vorüber – aber dennoch kommt noch einiges an Arbeit im Garten auf dich zu. Allem voran das Obstbäume schneiden. Wann Obstbaum schneiden? Normalerweise macht man das doch im Herbst oder im Frühjahr, meinst du? Stimmt auch – außer man hat im Garten Bäume, die Früchte tragen. Für Steinobst und Kernobst wird nämlich das Sommerende zum Schneiden empfohlen. Aber was bringt das Schneiden eines Baumes eigentlich, wofür ist das gut? Wie stellt man das am besten an und was braucht man dafür?

 

Obstbäume schneiden – warum eigentlich?

Man könnte das Schneiden als eine Art Friseurbesuch für Bäume sehen. Nebenbei sind überalterte Triebe auch weitaus krankheitsanfälliger als junge. Außerdem ist es wichtig, dass die Krone eines Baumes zudem immer genügend Sonnenlicht und Luft bekommt. Der perfekte Zeitpunkt zum Schneiden lässt sich nur individuell von Baum zu Baum entscheiden – man sollte sie auf keinen Fall zu früh schneiden, sondern erst nachdem die Triebbildung beendet wurde. Gerade bei Obstbäumen schleicht sich der Gedanke ein, dass man eventuell potenzielle Früchte abschneidet, doch, um das braucht man sich eigentlich nicht zu sorgen: Durch den Rückschnitt einiger Triebe wird das restliche Obst größer und zudem auch aromatischer. Außerdem ist es auch für den Baum die perfekte Gelegenheit, noch einmal ordentlich Sonne und Luft zu tanken, bevor die kargen Herbst- und Wintermonate beginnen.

 

Schubkarre mit Gartenwerkzeugen zum Obstbäume schneiden

 

Werkzeug – jedem Ast seine Schere

Nun weißt du also, dass das Schneiden der Bäume ein Muss für jeden Baumliebhaber und jede Obstkuchenbäckerin ist. So einfach wie bei unserem Friseur ist es jedoch nicht – zumindest, wenn man das dafür benötigte Werkzeug betrachtet. Beim Bäume schneiden ist es wichtig, den richtigen Ast auch mit der richtigen Schere zu schneiden. Der Grund dafür ist nicht, weil der Baum bestimmte Scheren bevorzugt, sondern vielmehr, weil ansonsten eventuell Verletzungsgefahr für den Schneidenden oder die Schneidende besteht. Wenn du gerade erst mit dem Bäume schneiden beginnst und noch nicht besonders viel Werkzeug besitzt, können wir grundsätzlich zwei Arten von Scheren empfehlen (für den Profi ist das Repertoire natürlich noch sehr viel ausgeprägter): Eine kleine Bypass-Schere für die dünneren Äste und eine große Amboss-Schere für die dickeren Äste, die ein wenig mehr Kraft erfordern.

 

große Astschere zum Obstbäume schneiden liegt in der Wiese

 

Obstbäume schneiden – Tipps & Tricks

Da das Schneiden von Obstbäumen beinahe, wie eine Art Katharsis wirkt, solltest du nicht zu zaghaft mit der Schere umgehen. Es kann ruhig circa die Hälfte des Triebes zurückgeschnitten werden. Das hat zur Folge, dass es ein stärkeres Baumwachstum gibt – man nennt dies auch einen „Verjüngungsschnitt“. Den Schnitt setzt man immer über einem sogenannten Auge an, einer Blattknospe, und schneidet schräg nach unten. Warum schräg? Damit Wasser gut ablaufen kann und somit Pflanzkrankheiten weniger wahrscheinlich werden. Man darf nicht vergessen, dass durch das Schneiden beim Baum auch Wunden entstehen, die es auch zu pflegen gilt. Bei dickeren Ästen sollte man unbedingt einen Abstand zum Stamm von mindestens 1 cm beachten, da ansonsten ein Pilzbefall für den Baum riskiert wird.

 

ILESTO Tipp: Die Wunden, die durch das Schneiden entstehen, solltst du mit einem Wundmittel verschließen. Dieses gibt es in jedem guten Baumarkt zu kaufen. Durch die Verwendung hilfst du dem Baum bei der Regeneration und verminderst die Gefahr von diversen Krankheiten.

 

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